Tieferer Blick auf heutige
soziale Realitäten

In ganz Europa leben immer mehr Menschen in Armut und sind von sozialer Ausgrenzung betroffen.
Diese Realitäten sind nicht nur durch ihr Ausmaß, sondern auch durch ihre Komplexität geprägt.

Vulnerable Situationen entstehen häufig an der Schnittstelle mehrerer miteinander verknüpfter Barrieren:

Anhaltende Armut und unsichere Beschäftigung

Eingeschränkter Zugang zu Wohnraum, Bildung oder Gesundheitsversorgung

Digitale Kluft

Erzwungene Migration und Vertreibung

Diskriminierung aufgrund von Herkunft, Religion oder Geschlecht

Alter, Behinderung und Herausforderungen im Bereich psychische Gesundheit

Diese Faktoren treten selten isoliert auf. Sie überlappen sich und verstärken einander, wodurch vielfältige soziale Lagen entstehen, die anpassungsfähige und gut informierte Antworten erfordern.

Damit ist die Rolle des Sozialsektors wichtiger denn je.

Fachkräfte der sozialen Intervention arbeiten an vorderster Front, um vulnerable Einzelpersonen, Familien und Gemeinschaften zu unterstützen, und entwickeln Antworten, die akute Bedarfe adressieren und zugleich langfristig nachhaltige Veränderungen ermöglichen sollen.

Gleichzeitig steht der wachsenden Komplexität dieser Themen ein begrenzter Einsatz fortgeschrittener digitaler Werkzeuge im Sozialsektor gegenüber. Das führt weiterhin zu Herausforderungen bei Datenanalyse, Wirkungsbewertung und der kontinuierlichen Verbesserung sozialer Interventionen.

DIGICARE entsteht als Antwort auf diese Lücke.

Das Projekt stellt Fachkräften praxisnahe Trainingsressourcen bereit, die Datenmanagement und künstliche Intelligenz für die tägliche soziale Intervention zugänglich machen. So stärkt DIGICARE die Fähigkeit des Sektors, soziale Bedarfe besser zu verstehen, wirksamere Interventionen zu gestalten und zu innovativen, evidenzbasierten und menschenzentrierten Handlungsmodellen überzugehen.

In realer Erfahrung verankert

DIGICARE baut auf den wegweisenden digitalen Praktiken einiger Partnerorganisationen auf:

  • AMANDLA hat ein digitales Monitoring-, Evaluations- und Lernsystem (MEL) entwickelt, um die Wirkung seiner sozio-pädagogischen Programme zu bewerten.
  • Asociación Entre Amigos de Sevilla hat ebenfalls ein eigenes digitales Tool entwickelt, um gemeinwesenorientierte soziale Interventionen im Alltag zu verwalten und nachzuverfolgen.

Unsere Ziele

Digitale Kompetenzen in der sozialen Intervention stärken

Bereitstellung praxisnaher Trainingsmaterialien, damit Fachkräfte digitale Kompetenzen in Datenmanagement und KI entwickeln können.

Aus- & Weiterbildungen modernisieren

Unterstützung bei der Integration fortgeschrittener digitaler Tools in VET- und CVET-Ausbildungswege für aktuelle und zukünftige Fachkräfte im Sozialsektor.

Evidenzinformierte Praxis fördern

Förderung daten- und evidenzbasierter Arbeitsweisen zur besseren Planung, Umsetzung und Evaluation sozialer Interventionen in Ausgrenzungskontexten.

Gefördert durch
Erasmus+

Erasmus+ ist das Programm der Europäischen Union zur Förderung von Bildung, Ausbildung, Jugend und Sport in Europa.

Das Programm 2021–2027 legt einen besonderen Schwerpunkt auf soziale Inklusion, Nachhaltigkeit, digitale Transformation sowie die Förderung der Beteiligung junger Menschen am demokratischen Leben.